Schnabulerie

Wiener Charme und französischer Chic,
vereint zu himmlischer Gaumenfreude

Himmlische Gaumenfreude

Die Torte und der erste Hochzeitstag - eine wahre Geschichte

Viele von Euch kennen sicher den Brauch des Einfrierens des obersten Stockes der Hochzeitstorte. Es soll dem Brautpaar Glück und ein langes, gemeinsames Leben als Ehepaar bescheren, wenn man am ersten Hochzeitstag ein Stück seiner Hochzeitstorte isst.

Auch wir von der Schnabulerie erwähnen diesen Brauch bei unseren Verkostungen und unsere Brautpaare freuen sich immer sehr über den Hinweis! Und so kommt es immer öfters vor, dass der oberste Stock unserer Hochzeitstorten erst ein Jahr später verschnabuliert wird.

Da wir natürlich nichts empfehlen, von dem wir nicht selbst restlos überzeugt sind, haben wir quasi den Selbstversuch gewagt, von dem ich Euch gerne erzählen möchte:

Im Mai 2015 hatte ich die schönste Hochzeitstorte überhaupt (ja, das sagt wahrscheinlich jede Schnabulerie-Braut ;-) – (NB: die ganze Geschichte könnt Ihr übrigens auch hier am Blog nachlesen!)
Für uns stand von Anfang an fest, dass wir den obersten Stock einfrieren wollen und so haben wir dies am Tag nach unserer Hochzeit auch getan. Gut verpackt in Klarsichtfolie, bekam die Torte einen Ehrenplatz links hinten im Gefrierschrank.

Und dort blieb sie auch. Manchmal dachte ich mir „ach, die nimmt soviel Platz weg, pfeiff´drauf, wir essen sie jetzt“ oder „die schmeckt nächstes Jahr eh nicht mehr gut“ – aber mein Mann und ich blieben standhaft.

Und somit fristete die arme Torte ein Jahr lang ihr Dasein neben Fischstäbchen und Tiefkühlgemüse.

Und dann war es soweit! Der Hochzeitstag nahte in riesen Schritten! Ich freute mich wie eine Schneekönigin – endlich durfte ich unsere wunderschöne Torte aus den Tiefen des Gefrierschranks befreien! Vorsichtig wickelte ich sie aus der Klarsichtfolie heraus und stellte sie auf einen Teller an einen sicheren Platz in der Küche, wo sie langsam auftaute. Sie war optisch noch genauso wie damals – die feine Verzierung aus Spritzglasur, das Fondant – einfach schön!

Das einzige was fehlte, war die Blumendeko. Und so wurde mein Mann in den Garten beordert um eine schöne Blume zu finden. Er kam mit zwei Pfingstrosen zurück, die ich dann in halbstündiger Schwerstarbeit versuchte so zu drapieren, dass ich ein schönes Foto für Euch machen konnte. Zu dem Zeitpunkt fragte ich mich übrigens, wie unsere Chefin es schafft, eine 5-stöckige Torte innerhalb kürzester Zeit mit Blumen so zu dekorieren, dass es dann aussieht, wie wenn die Blumen schon immer dorthin gehört hätten....

(Fotocredit: rechts die Torte am Tag der Hochzeit fotografiert von der wunderbaren Dorelies Hofer / links die Torte am 1. Hochzeitstag, unverkennbar fotografiert von mir ;-) )

Gut, das Foto (eigentlich 20, es hätte ja immer noch ein anderer Blickwinkel schöner sein können) war gemacht, der Wein eingeschenkt – jetzt wurde die Torte angeschnitten! Ich war total aufgeregt! Wird die Torte so gut schmecken wie an unserem Hochzeitstag oder werden wir enttäuscht sein? Wird sie überhaupt noch genießbar sein?

So am Teller liegend sah das Tortenstück eigentlich aus wie vor einem Jahr – dann kam der Augeblick der Wahrheit! Mein Mann und ich schauten uns an und waren uns einig: „hmmmmmm ist die gut! War die vor einem Jahr auch schon so gut?“

Eine saftig-flaumige Sachermasse mit noch immer fruchtig schmeckender Marillenmarmelade – ein Traum! Und dieses Mal konnten wir die Torte auch noch in Ruhe genießen, denn am Tag unserer Hochzeit war dafür irgendwie keine Zeit.

Die Freude war groß und wurde sofort mit den damaligen Bäckern Christina & Oli geteilt – nur die Torte war zu klein und somit zu schnell wieder weg :-)

 

Mein Fazit: ich empfehle jedem Brautpaar, diesen schönen Brauch mitzumachen! Es ist einfach eine total nette Sache, sich ein Jahr später zusammen zu setzen, Hochzeitsfotos anzusehen, ein Stück seiner Hochzeitstorte zu essen und dabei in Erinnerungen an den hoffentlich schönsten Tag im Leben zu schwelgen!

 

Liebe Grüsse & marry on!

Beate vom Schnabulerie-Team

 

* * * * * * * 

Natürlich muss man auf einige Dinge achten, damit der Genuss der Torte auch ja nicht getrübt wird – deshalb haben wir die wichtigsten für Euch zusammengeschrieben:

Tipps am Tag der Hochzeit:

Instruiert unbedingt das Servicepersonal, Euren Hochzeitsplaner, Eure Trauzeugen oder jemand anderen Verlässlichen, dass der oberste Stock der Torte NICHT angeschnitten werden darf! Fürs Foto soll die Torte natürlich noch komplett sein, danach kann der oberste Stock einfach vorsichtig abgehoben und in Sicherheit gebracht werden.

Tipps zum Einfrieren:

Entfernt eventuelle lose Dekorationselemente oder Satinbänder und wickelt die Torte vorsichtig in Klarsichtfolie ein oder gebt sie in einen passenden Gefrierbeutel. Sollte Eure Torte eine sehr aufwendige Spritzglasurverzierung oder Zuckerblumen haben, dann empfehlen wir euch, die Torte einige Stunden ohne Verpackung vorzufrieren und erst dann einzuwickeln.

Tipps zum Auftauen:

Nehmt die Torte am besten 24 Stunden bevor ihr sie essen möchtet aus dem Gefrierfach. Entfernt vorsichtig die Folie oder nehmt sie aus dem Gefrierbeutel heraus – so stellt ihr sicher, dass sich kein Kondenswasser bildet  - und lasst sie bei Zimmertemperatur auftauen.

 

 

Kommentare (0)



Erlaubte Tags: <b><i><br>

27. 06 2016

Neueste Kommentare